Buckower Felder

Am südlichen Stadtrand Berlins entsteht in den nächsten Jahren ein neues Quartier mit rund 900 Wohnungen. Der Großteil davon wird von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land errichtet.

Ziel der Quartiersentwicklung ist die Entstehung eines attraktiven, lebendigen Stadtquartiers mit großzügigen Freiräumen unter besonderer Berücksichtigung der Aspekte Nachhaltigkeit sowie starkes nachbarschaftliches und soziales Miteinander.

Zur Durchmischung des Quartiers und Sicherung einer hohen baulichen Qualität sollen drei Grundstücke an gemeinwohlorientierte Dritte vergeben werden. Wir haben vor, uns auf eines der drei Grundstücke zu bewerben.

 

Lage

Die Buckower Felder ist ein etwa 15 ha großes Areal, welches im Ortsteil Buckow des Bezirks Neukölln liegt. Dieser Ortsteil wird geprägt durch die Großwohnsiedlung Gropiusstadt im östlichen Teil sowie eine kleinteilige Siedlungsbebauung im westlichen Teil. Im Süden liegen die Buckower Felder unmittelbar an der Landesgrenze zu Brandenburg mit dem Ort Großziethen. Entlang der Landesgrenze führt der Mauerradweg, welcher dem Verlauf der ehemaligen Berliner Mauer folgt.

 

Infrastruktur

Vor Ort befinden sich bereits fußläufig erreichbare Supermärkte, Schulen und medizinische Einrichtungen. Über die beiden Buslinien M44 und 172 ist das Gebiet an das Berliner ÖPNV-Netz angeschlossen. Die Haltestellen sind in wenigen Gehminuten erreichbar. Durch die Verbindung zu mehreren U-Bahnhöfen ist man z. B. in 30 Minuten in Berlins Mitte am Alexanderplatz oder in der City West am Wittenbergplatz.

Das neue Quartier Buckower Felder wird für unterschiedliche Nutzergruppen entwickelt. Neben der Schaffung von Wohnraum für Familien mit Kindern sollen Sonderwohnformen, ein Haus mit Arztpraxen und anderen Gewerbeflächen, eine Kindertagesstätte und eine kleine Jugendeinrichtung entstehen. Des Weiteren sollen vier Angerhäuser im Erdgeschoss quartiersbezogene Nutzungen aufnehmen.

Der Baubeginn ist für 2021 geplant, die Fertigstellung der Wohnungen voraussichtlich 2023.

Vorhaben

Ziel der Projektentwicklung ist nicht allein die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, sondern die Förderung von Gemeinschaft und Identifikation mit dem Wohnhaus, der Nachbarschaft und dem Quartier.

Um eine lebendige Nachbarschaft zu befördern und der Nachfrage nach neuen Wohnformen gerecht zu werden, planen wir gemeinschaftlich genutzte Räume und die Kombination von Arbeiten und Wohnen.

Es sollen vielfältige Wohnungsangebote, insbesondere gemeinschaftliche Wohnformen für Zielgruppen geschaffen werden, die auf dem Berliner Wohnungsmarkt sonst unberücksichtigt bleiben.

 

Architektur

Grundlage des architektonischen Konzepts ist eine offene, flexible, leicht umzubauende und damit zukunftssichere Struktur, die eine große Vielfalt von Wohnungsgrundrissen, von der Einzimmerwohnung bis zu Cluster-, Satelliten- und Atelierwohnungen erlaubt.

Die Wohnungen sind so geplant, dass der vorhandene Wohnraum effizient genutzt wird und jedem*r Bewohner*in zusätzlich zum individuellen Wohnraum gemeinschaftlich nutzbare Flächen zur Verfügung stehen.

Um Eigenleistungen zu ermöglichen und die Baukosten niedrig zu halten, ist ein Basisausbaustandard vorgesehen, wird auf eine kleine Anzahl Bauteilvarianten geachtet und modulare Bauelemente verwendet. Jedes Gebäude wird grundsätzlich barrierefrei geplant.

 

Hausgemeinschaft

Unsere Gebäude sollen dazu beitragen die Lebensqualität ihrer Bewohner*innen zu steigern, dazu gehört ein bereicherndes soziales Gefüge. Wir bringen unterschiedliche Menschen zusammen und entwickeln mit ihnen gemeinsam eine Hausgemeinschaft. Dabei integrieren wir Menschen mit Betreuungsbedarf und besonderen Wohnansprüchen wie z.B. Menschen mit chronischen Erkrankungen und Menschen mit Behinderungen. Dafür kooperieren wir mit sozialen Trägern. Die Integration in die Hausgemeinschaft bedarf besonderer Aufmerksamkeit, die wir mit einem strukturieren Prozess des Kennenlernens und der Erörterung von Fragen zum künftigen Zusammenleben erreichen.

In unseren Projekten wird es ein großes und für alle Bewohner*innen des Hauses gut erreichbares Angebot an Gemeinschaftsflächen geben, wie z.B. Werkstatt, Musikraum, Sport- und Spielraum, Gästewohnung, Gemeinschaftsküche und Jokerräume. Diese fördern das Zusammenleben und eine auf gegenseitige Unterstützung eingerichtete Hausgemeinschaft. Gemeinschaftsflächen wie Eingang, Gemeinschaftsbalkone und Garten werden mit den Bewohner*innen geplant und gestaltet, um eine gute Aufenthaltsqualität zu erreichen und Begegnungsorte zu schaffen.

Die Gebäude sollen für die Nachbarschaft offen sein, weshalb generell eine öffentliche Nutzung der Erdgeschosse vorgesehen ist. Dies können Co-Working-Spaces, Restaurants, Quartierläden oder soziale / kulturelle Einrichtungen sein.

Erfahre hier mehr zum Leben in der Hausgemeinschaft.

 

Partizipation

Wir erfragen die Wohnbedarfe bei unseren registrierten Anwärter*innen, erarbeiten mit ihnen gemeinsam Fragen der Ausstattung und Gestaltung, die Gemeinschaftseinrichtungen, die Möglichkeiten zur Eigenleistung und beziehen dies in die Planung ein. Im weiteren Verlauf führen wir einen begleitenden Partizipationsprozess durch, der im Hinblick auf Planungsentscheidungen und das künftige Zusammenleben dauerhaft wirkt und Identifikation stiftet. In diesem Prozess erarbeiten wir Nachhaltigkeitsthemen und entwickeln beispielsweise Haus- oder Hoffeste, Tauschbörsen und Reparaturwerkstätten oder Kooperationen mit Car-Sharing- und Fahrradverleihanbietern.

Erfahre hier mehr zu Partizipation.

 

Soziale Verantwortung

Wir leisten mit unseren Projekten einen Beitrag zur sozialen Stadtentwicklung, in dem wir über das Erbbaurecht Bodenspekulation verhindern, die Belange von Nachbarn eines Projektes berücksichtigen und mietpreisgebundene Wohnungen für WBS-berechtigte Personen anbieten. Darüber hinaus bieten Wohnungsbaugenossenschaften einen idealen Sozialraum für nachbarschaftliches Wohnen und Zusammenleben.

 

Ökologie

Wir legen Wert auf eine ökologische Bauweise, natürliche Baustoffe und ein gesundes Wohnumfeld. Das bedeutet, dass wir bei Herstellung und Nutzung auf niedrigen Ressourcenverbrauch und eine einfache Bauweise achten, die dauerhaft ist, aber auch problemlos rückgebaut werden kann. Die Konstruktion besteht bevorzugt aus modularen Holzbauelementen und Haustechnik, die simpel, einfach zugänglich und leicht zu reparieren ist.

Wir setzen auf die Nutzung erneuerbarer Energie, die im Haus selbst erzeugt wird, zum Beispiel mittels Photovoltaik. Angestrebt wird der Passivhausstandard bzw. KfW 40, der durch eine kompakte Bauweise, hohe Fassadendämmung und optimale Tageslichtnutzung erreicht wird. Wir planen grundsätzlich autofrei und fahrradfreundlich. Stellplätze vor dem Haus sollen für Car-Sharing Angebote genutzt werden.

Der Energie- und Ressourcenverbrauch bei der Nutzung des Gebäudes ist vergleichbar hoch, wie der bei der Herstellung. Mit unseren architektonischen Lösungen und individueller Beratung unterstützen wir einen ökologischen Lebensstil, der Energie und Kosten spart.

Erfahre hier mehr zu ökologischem Bauen.

 

Wohnkosten

Unser Ziel ist die Herstellung erschwinglichen Wohnraums. Für den Neubau bedeutet dies aktuell, dass die Höhe des Nutzungsentgeltes (Kaltmiete) voraussichtlich im Durchschnitt bei 12 € / m² Wohnfläche liegen wird. (Dies ist Aufgrund des frühen Projektstands allerdings nur ein Richtwert.)

 

Finanzierung

Zur Finanzierung des Vorhabens werden verschiedene Darlehen kombiniert: Förderkredite aus dem KfW-Effizienzhausprogramm und dem Wohnungsneubaufond der IBB, sowie Bankdarlehen. Wir bevorzugen bei der Finanzierung nachhaltige Banken.

Voraussetzung für die Darlehensbereitstellung ist ein gewisser Anteil Eigenkapital. Ein Teil kann durch die Genossenschaftsförderung der IBB abgedeckt werden, ein weiterer Teil wird von den Genossenschaftsmitgliedern als Einlage aufgebracht. Als Orientierungswert für die Beteiligungskosten kann zum jetzigen Zeitpunkt von 575 – 775 € / m² Wohnfläche ausgegangen werden. Mit dieser Einlage erwirbt man Anteile an der Bauträgergenossenschaft, die diese zur Kreditaufnahme benötigt. Im Falle des Austritts des Mitglieds aus der Genossenschaft zu einem späteren Zeitpunkt werden die Anteile wieder ausgezahlt.

Durch ein individuelles KfW-Darlehen ist der Erwerb von Genossenschaftsanteilen auch mit wenig Eigenkapital möglich.

Erfahre hier mehr über Finanzierung.

 

Projektbeteiligte

Die urban coop berlin entwickelt dieses Projekt zusammen mit Winfried Härtel | Projektentwicklung und Deimel Oelschläger Architekten.

 

Mitmachen

Um hier in ein genossenschaftliches Wohnprojekt einzuziehen, beteilige dich jetzt an der Entwicklung der urban coop berlin. Registriere Dich als Anwärter*in und wir schicken Dir weitere Informationen zu, wie Du Dich an der Planung des Projekts beteiligen kannst.

 

Links

Ausführliche Informationen über das neue Quartier gibts es hier auf der Webseite der Stadt und Land

Ein Exposé zum Konzeptverfahren steht hier zum Download zur Verfügung.

Referenzen Winfried Härtel | Projektentwicklung

Referenzen Deimel Oelschläger Architekten

 

Obere Darstellung Copyright 2006-2019 by STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH, Berlin

Mittlere Darstellung Deimel Oelschläger Architekten

Alle Informationen und Unterlagen entsprechen dem Planungsstand September 2019, ohne Haftung für Vollständigkeit oder Fehlinformationen.

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