Prinzipien

Fair. Flexibel. Gemeinsam. Verantwortungsvoll.

Die urban coop berlin eg ist eine Plattform für Alle, die anders wohnen und gemeinsam bauen wollen. Unser Team vereint vielfältige Kompetenzen und Erfahrungen in der Projektentwicklung und -steuerung, dem nachhaltigen Wohnungsbau sowie der Stadtplanung und Gemeinwesenentwicklung. Unsere gesamte Arbeit orientiert sich an folgenden vier Grundsätzen:

Fair.

Wir bauen nicht spekulativ und schaffen (möglichst) bezahlbaren Wohnraum. Wir vergeben Wohnungen anhand klarer Kriterien und verhalten uns fair gegenüber Anwärter*innen, Vertrags- und Kooperationspartnern.

Flexibel.

Wir schaffen anpassungsfähige Wohnflächen, bieten den Bewohner*innen Veränderungsmöglichkeiten innerhalb des Gebäudes und bemühen uns um Flexibilität in der Entwicklungsphase und darüber hinaus.

Gemeinsam.

Wir beteiligen die künftigen Bewohner*innen an allen wichtigen Aspekten der Gebäudeplanung und fördern die Entwicklung einer Hausgemeinschaft sowie die Integration des Hauses in die neue Nachbarschaft mit ganzer Kraft.

Verantwortungsvoll.

Bei unseren Projekten legen wir großen Wert auf eine sozial und ökologisch nachhaltige Bauweise. Gemeinsam mit anderen Wohnungsgenossenschaften engagieren wir uns für ein lebenswertes und vielfältiges Berlin; für eine Stadt, die der Spekulation mit Boden und Wohnraum klare Grenzen setzt.

Struktur

So funktioniert die urban coop

Die urban coop berlin bringt interessierte Menschen zu Bauherrengemeinschaften zusammen und unterstützt diese als Dachgesellschaft bei Planung, Entwicklung und Bau von selbstgenutzten Wohn- und Arbeitsräumen. Hierzu gründen wir für jedes Bauvorhaben eine eigenständige Wohnungsbaugenossenschaft als Bauträger. Die Anwartschaft bei der urban coop berlin ist Voraussetzung für die Reservierung und den späteren Bezug einer Wohnung in einem unserer Projekte.

Durch die Vernetzung der eigenständigen, projektspezifischen Hausgemeinschaften und die Betreuung durch die urban coop berlin entsteht eine wachsende Solidargemeinschaft, die Austausch und gemeinsames Lernen, Umzüge zwischen einzelnen Häusern, gegenseitige Unterstützung und auch Absicherung ermöglicht.

Die urban coop berlin geht mit der Planung neuer Projekte in Vorleistung. Diese Arbeit wird später von den Mitgliedern der jeweiligen Wohnungsbaugenossenschaften im Rahmen der Beteiligungskosten finanziert. Nach der Fertigstellung eines Gebäudes können die Bewohner*innen dieses selbst verwalten oder die urban coop berlin mit der Hausverwaltung beauftragen.

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Prozess

Von der Anwartschaft zur Wohnung

Die urban coop berlin informiert Anwärter*innen und Öffentlichkeit über neue Bauvorhaben, sobald diese „spruchreif“ sind. Wenn die Planungen für ein Gebäude konkrete Formen annehmen, dann bekommen alle Anwärter*innen die Möglichkeit, Wohnungen in dem entsprechenden Projekt zu reservieren. Sind mehrere Anwärter*innen an der gleichen Wohnung interessiert, dann entscheidet die Höhe der Anwartschaftsnummer über die Vergabe.

Anwärter*innen, die erfolgreich eine Wohnung reserviert haben, werden anschließend Mitglied einer eigens für dieses Projekt gegründeten Wohnungsbaugenossenschaft und damit auch Teil der Bauleitung. Mit dem Beitritt zur Genossenschaft ist auch die Zahlung der Beteiligungskosten verbunden. Diese werden pro Quadratmeter Wohnfläche berechnet und unterscheiden sich von Projekt zu Projekt.

Der gesamte Prozess – von den Skizzen für die Wohnungsgrundrisse bis zur Schlüsselübergabe – wird von den Experten der urban coop berlin betreut. Die künftigen Hausbewohner*innen haben vielfältige Möglichkeiten, sich in den Planungsprozess, in die Gestaltung des Hauses nach Fertigstellung sowie in die Entwicklung und Pflege der Hausgemeinschaft einzubringen.

Zwischen dem Beitritt zu einer Wohnungsbaugenossenschaft und dem Einzug liegen ungefähr drei Jahre. Eine detailliertere Übersicht der einzelnen Schritte von der Anwartschaft bis zur eigenen Wohnung gibt es hier.

Mehrwert

Was wir zu bieten haben

Als professioneller genossenschaftlich organisierter Projektentwickler haben wir unseren Anwärter*innen einiges zu bieten.

Wir verfügen über die Organisationsstrukturen, das Netzwerk und die Expertise, die notwendig sind, um auf einem sehr angespannten Wohnungsmarkt überhaupt an freie Grundstücke zu kommen.

Weiterhin können wir über das Anwartschaftsnetzwerk recht zügig eine ausreichende Anzahl von Interessenten zusammenführen und, wenn nötig, auch unerwartete Austritte von Mitstreiter*innen kompensieren.

Wir organisieren das gesamte Planungs- und Bauvorhaben zuverlässig und stehen den Genossenschaftsmitgliedern auch über die Fertigstellung des eigenen Hauses hinaus mit Rat und Tat zur Seite.

Mit unserer fachlichen Expertise und der klaren Ausrichtung auf einen partizipativen Planungsprozess beschreiten wir einen gelungenen Mittelweg zwischen effizienter Projektentwicklung und demokratischer Entscheidungsfindung.

Durch die Entwicklung genossenschaftlicher Wohnprojekte tragen wir zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung bei. Mit jedem Haus, das wir bauen, wird ein kleines Stück Stadt der Finanzspekulation entzogen. Wir achten auf die Öffnung unserer Projekte zur Nachbarschaft, bemühen uns um die Integration von benachteiligten Gruppen und sind entschiedene Verfechter einer ökologisch nachhaltigen Bauweise.

Zudem bieten wir den Bewohner*innen unserer Häuser langfristige Planungssicherheit; ohne Angst vor steigenden Mieten oder sinkenden Grundstückswerten.

Außerdem arbeiten wir kostengünstig. Erstens arbeiten wir im Gegensatz zu den meisten privaten Projektentwicklern nicht profitmaximierend. Zweitens wird der Bau genossenschaftlicher Wohnungen auf verschiedenen Wegen vom Staat subventioniert. Drittens spart die gemeinsame Nutzungen von Räumen und Einrichtung – dies ist ein zentraler Bestandteil unserer Projekte – für alle Bewohner*innen kosten.

Genossenschaft

Warum wir Miete und Eigentum kombinieren

Genossenschaften sind freiwillige Zusammenschlüsse von Menschen für einen bestimmten Zweck. Wohnungsbaugenossenschaften, von denen es in Deutschland ungefähr 2.000 gibt, sind üblicherweise dem Ziel verschrieben, ihre Mitglieder dauerhaft mit guten, preiswerten und sicheren Wohnungen zu versorgen. Sie sind selbsttragend, erwirtschaften aber keine Profite.

Die Genoss*innen bestimmen gemeinsam über die Geschicke ihrer Genossenschaft. Genoss*in ist, wer mindestens einen sogenannten Genossenschaftsanteil hält. Da Genossenschaften per Gesetz demokratisch organisiert sein müssen, gilt der Grundsatz “Ein Mensch, eine Stimme”. Man kann sich in Genossenschaften also Einfluss nicht mit Geld erkaufen.

Die Mitglieder der Genossenschaft sind Mieter und Vermieter in einem. Sie sind Mieter, weil sie jeden Monat ein sogenanntes Nutzungsentgelt an die Genossenschaft zahlen. Und sie sind Vermieter, weil sie Miteigentümer eben dieser Genossenschaft sind. Sie haben mehr Einfluss und Rechte als die Bewohner*innen im klassischen Mietshaus. Doch die “eigene” Wohnung gehört nicht ihnen, sondern der Genossenschaft.

Einstieg und Austritt aus Wohnungsbaugenossenschaften sind recht unkompliziert. Durch die gemeinsame Nutzung bestimmter Bereiche können Genossenschaften Kosten sparen. Das nachbarschaftliche Zusammenleben ist i.d.R. intensiver als in Mietshäusern. Genoss*innen wissen genau, wie sich das eigene Nutzungsentgelt zusammensetzt und können auf Modernisierungs- oder Umbaumaßnahmen direkt Einfluss nehmen. Zudem sind sie unkündbar.

Finanzierung

So finanziert sich eine Genossenschaft

Wohnungsbaugenossenschaften finanzieren sich über die Genossenschaftsanteile und die Nutzungsentgelte der Mitglieder. Genossenschaftsanteile sind Einlagen, d.h. sie werden Mitgliedern im Falle des Austritts aus der Genossenschaft wieder ausgezahlt. Nutzungsentgelte sind mit gewöhnlichen Mietzahlungen vergleichbar. Sie werden gebraucht und genutzt, damit eine Genossenschaft Bankdarlehen zurückzahlen, Sanierungsarbeiten finanzieren und nicht zuletzt laufende Kosten für die Verwaltung, Pflege und Instandhaltung des eigenen Wohnungsbestands decken kann. Falls dabei Gewinn erwirtschaftet wird, können sich die Genossenschaftsmitglieder diesen selbst ausschütten, ihn zurückstellen oder auch reinvestieren. Genossenschaften müssen solide wirtschaften, doch sie arbeiten nicht profitmaximierend.

Um Grundstücke zu erwerben und Neubauprojekte finanzieren zu können, müssen sich Genossenschaften i.d.R. viel Geld von Banken leihen. Damit sie kreditwürdig sind, müssen sie schon vor Abschluss des Kreditvertrages einen Teil des insgesamt benötigten Geldes vorweisen können. Damit dies wiederum gelingen kann, beteiligen sich alle Genoss*innen mit Eigenkapital. Diese sogenannten Beteiligungskosten werden pro Quadratmeter Wohnfläche berechnet. Wer mehr Geld zuschießen möchte als nötig wäre, kann der Genossenschaft (also auch sich selbst) mit einem Privatdarlehen zu günstigen Konditionen weiterhelfen.

Erbbaurecht

Zur Trennung von Land und Bestand

Das Erbbaurecht ist mittlerweile 100 Jahre alt. Es basiert ganz wesentlich auf der Trennung von Land und Bestand, vom Grundstück und dem, was darauf steht.

Das Erbbaurecht ist eine gute Alternative zum Grundstückskauf. Statt ein Grundstück ein für alle Mal zu verkaufen, vergibt der Grundstückseigentümer (der Erbbaurechtsgeber) das Recht, auf dem Grundstück zu bauen; und zwar meistens für 99 Jahre. Dafür bezahlt der sogenannte Erbbaurechtsnehmer einen regelmäßigen Zins, der Erbbauzins. Diese Zahlung ist in etwa vergleichbar mit einer herkömmlichen Pacht. In vielen Fällen ist das Erbbaurecht eine Win-win-Lösung für beide Parteien.

Das Erbbaurecht ist auch für Kommunen interessant, denn es kann gerade in wachsenden Städten, wo Grund und Boden immer teurer werden, zu einer am Gemeinwohl orientierten und nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen. Mit Hilfe des Erbbaurechts ist es möglich, die Spekulation mit Bauland zu verhindern, gemeinnützige Zwecke und Einrichtungen sowie genossenschaftlich organisierte Bauherren zu fördern.

In diesem Artikel haben wir Prinzip und Bedeutung des Erbbaurechts etwas ausführlicher dargestellt.

Team

Die Mitglieder und Beiräte der urban coop berlin eg

Hervé de Giovannini

Architekt, Büroinhaber De Giovannini SA, Genf (Seit 1984), Partner DGA Architekten GmbH, Berlin, Gründungsmitglied der Wohnungsbaugenossenschaft „Rhône Arve“, Genf, Expertise in Planung und Bau für Wohnungsbaugenossenschaften

Simon Broniatowski

Architekt, Partner DGA Architekten GmbH, Berlin, Mitglied Architektenkammer Berlin, Expertise in Planung und Bau für Wohnungsbaugenossenschaften

Robert Ostmann

Architekt, Partner DGA Architekten GmbH, Berlin, Expertise in Planung und Entwicklung für Wohnungsbauprojekte, Vorstand der urban coop berlin eg

Stefan Raich

Clustermanager nachhaltige Entwicklung im Bereich Wissenschaftstransfer und
Innovation an der Universität Eichstätt-Ingolstadt. Konsumforscher und
Inhaber Sustainable Services.

Thomas Stellmach

Inhaber TSPA, Expertise in Stadtplanung, Berater für UN-Habitat

Susanne Walz

Landschaftsplanerin, Geschäftsführerin L.I.S.T. GmbH, Expertise in Projektmanagement, Partizipationsverfahren, Stadtteilentwicklung und Soziale Stadt

Christian Luchmann

Stadtplaner, Geschäftsführer L.I.S.T. GmbH, Expertise in Akquise, Projektentwicklung und -steuerung und Partizipationsverfahren

Viktor Hildebrandt

Urbanist, Expertise in der Quartiersentwicklung und im Schreiben

Dr. Christian Rehm

Rechtsanwalt bei SammlerUsinger, Expertise in Beratung für Genossenschaften

Sei dabei!

Werde Teil unserer Anwartschaftsgemeinschaft und plane das nächste Projekt mit.