Eine einfache Rechnung

In Berlin wird derzeit viel gebaut und noch mehr geplant. Experten gehen nämlich davon aus, dass in den nächsten 15 Jahren mehr als 200.000 zusätzliche Wohnungen gebraucht werden, damit die Hauptstadt nicht aus allen Nähten platzt.Wichtig ist aber natürlich nicht nur die Zahl, sondern auch die Qualität und die Leistbarkeit der neuen Wohnungen. Eine besonders drängende Frage lautet: Wie kann sichergestellt werden, dass über die gesamte Stadt verteilt bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird, den sich auch Menschen mit geringerem Einkommen und mit besonderen Wohnbedarfen dauerhaft leisten können?

Nur wenn Berlin flächendeckend mit bezahlbarem Wohnraum versorgt ist, kann die soziale Durchmischung, die heute noch in den meisten Stadtteilen vorhanden ist, erhalten werden. Ansonsten würde sich die Stadt sozialräumlich so stark in arme und reiche Stadtquartiere aufspalten, wie dies in vielen Weltmetropolen schon heute zu beobachten ist. Dies hätte massive Nachteile für den sozialen Zusammenhalt, die Verteilung der Lebenschancen und die demokratische Teilhabe an stadtpolitischen Entscheidungen.

Die Förderung von genossenschaftlichem Wohnen ist in dieser Hinsicht ein probates Mittel. Die etablierten Berliner Wohnungsgenossenschaften versorgen beachtliche Teile der Bevölkerung schon seit mehr als 100 Jahren mit günstigen und guten Wohnungen. Und eine ganze Reihe junger Genossenschaften tut derzeit ihr Möglichstes, um ebenfalls bezahlbaren Wohnraum mit Mehrwert für die Nachbarschaft zu schaffen.

Zusammen halten “alte” und “junge” Genossenschaften aktuell ca. 11% des gesamten Wohnungsbestands in Berlin. Um zu verhindern, dass diese Prozentzahl zusammenschrumpft, müssen in den nächsten 15 Jahren nun also mindestens 20.000 Genossenschaftswohnungen gebaut werden!

Dies wiederum kann nur gelingen, wenn Politik, Verwaltung und Genossenschaften gut zusammenarbeiten. Das Bündnis Junger Genossenschaften hat hier einen ersten Schritt gemacht und der Landesregierung einen fundierten Vorschlag zur Zusammenarbeit unterbreitet. Dieser steht hier zum Download zur Verfügung.

Wir werden die zentralen Inhalte des Dokuments in den nächsten Wochen im Rahmen einer Serie von kurzen Artikeln wie diesem vorstellen.

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(Hinweis: Die persönliche Anwartschaftsnummer entspricht aus verschiedenen Gründen nicht der tatsächlichen „laufenden Nummer“ auf der Anwartschaftsliste der urban coop berlin. Anders ausgedrückt: Die Inhaberin der Anwartschaftsnummer 350 hat weniger als 349 Anwärter*innen „vor“ sich.)