Eigenkapital

21. Januar 2016 /

Grundsätzlich finanziert sich eine Genossenschaft durch Anteile, die von den Genossen mittels Eigenkapital erworben werden. Anteile sind bei älteren Genossenschaften mit Immobilienbestand relativ günstig zu erwerben, da sie prinzipiell nur den Unterhalt des Bestands finanzieren sollen.

Neu gegründete Genossenschaften dagegen müssen mit den Anteilen den Erwerb eines Grundstücks und die Planung und den Bau der Immobilie finanzieren. Dementsprechend hoch fällt hier die Genossenschaftseinlage aus.

Der Großteil der Kosten des Bauprojekts wird jedoch per Bankdarlehen finanziert. Damit die Genossenschaft ein Darlehen von einer Bank erhält, muss jedes Mitglied prinzipiell den gleichen, mit der Bank ausgehandelten Eigenkapitalanteil einbringen.

Dieser Eigenkapitalanteil soll so niedrig ausfallen, dass der Eintritt in das Projekt für möglichst viele Personen erschwinglich ist. Wir sehen verschiedene Möglichkeiten, diesen zu verringern.

Erwerb weiterer Anteile

Mitglieder, die mehr Eigenkapital in die Genossenschaft einbringen wollen, als das notwendige Minimum, können darüber hinaus weitere Anteile erwerben. Auf diesem Weg reduziert sich direkt der Eigenkapitalanteil, den die anderen Mitglieder aufbringen müssen. Die freiwillig erworbenen Anteile können allerdings nicht kurzfristig wieder zurückgezahlt werden, da die Genossenschaft erst Rücklagen bilden muss.

Direktdarlehen

Eine andere Möglichkeit, mehr Eigenkapital in die Genossenschaft einzubringen, als das notwendige Minimum, ist, der Genossenschaft ein Direktdarlehen zu geben. Dies muss zu einem Zinssatz erfolgen, der niedriger ist, als das Bankdarlehen über das sich die Genossenschaft finanziert. Auf diesem Weg reduziert sich ebenfalls das Eigenkapital, welches alle anderen Mitgleider aufbringen müssen. Für den Darlehensgeber reduziert sich durch die Zinseinnahmen das zu zahlende Nutzungsentgelt. Diese Form der Unterstützung steht natürlich auch Nichtmitgliedern offen.

Querfinanzierung

Um den Eigenkapitalanteil, den die Mitglieder aufbringen müssen insgesamt zu reduzieren, können eine begrenzte Anzahl der Wohnungen vor Fertigstellung als Wohneigentum verkauft werden. Diese sind dann nicht Teil der Genossenschaft.
Die Mitglieder der Wohnungsbaugenossenschaft können entscheiden, diese Unterstützung einzelnen Mitgliedern zukommen zu lassen.

Sei dabei!

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