Wohnungsgenossenschaften

21. Januar 2016 /

Die Wohnungsgenossenschaften in Deutschland bewirtschaften ungefähr 2,15 Millionen Wohnungen, das entspricht zehn Prozent aller Mietwohnungen. Die Gründe für diesen bedeutenden Anteil am deutschen Wohnungsmarkt liegen unter anderem in der hohen Zufriedenheit der Mitglieder. Etwa 70 Prozent der Mitglieder sind mit ihrer Wohnsituation zufrieden bis sehr zufrieden, dies zeigt sich auch in der langjährigen Verbundenheit mit der eigenen Genossenschaft: Im Durchschnitt verbleiben Mitglieder 19 Jahre in ihren Wohnungen und Mitglied der Genossenschaft bleiben sie durchschnittlich 24 Jahre.

Als Vorteile werden von den Mitgliedern vor allem die Sicherheit des Wohnraums und die langfristige Kalkulierbarkeit des Nutzungsentgelts, das zumeist unterhalb der örtlichen Vergleichsmiete liegt, geschätzt.

Wohnungsgenossenschaften schaffen dies, weil sie keine nutzerfremden Kapitalinteressen mit hohen Profiten bedienen müssen, vielmehr kommen die erwirtschafteten Erlöse der Sicherung des genossenschaftlichen Wohnungsbestands zugute.

Baugenossenschaften in Berlin

Die Mieterstadt Berlin hat eine große Bandbreite an Genossenschaften, von sehr kleinen bis zu großen Unternehmen, in ganz unterschiedlicher Lage und in verschiedenen Ausrichtungen: Vom traditionellen Typ, der bereits ab 1886 entstand, über die ehemaligen Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften (AWG) aus der DDR-Zeit – der sozialistischen Variante, bis zu jungen Bewohner- und Dachgenossenschaften.

Die Neugründungen der letzten Jahre setzen dabei auf Aspekte, die in den bestehenden Genossenschaften in Berlin so nicht existieren. Dies sind der Fokus auf gemeinschaftliche Räume und Grünflächen, neue (ökologische) Bauweisen und niedrige Baukosten.

Angesprochen werden Zielgruppen, die auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt sind oder ihre Idealvorstellungen von (zusammen) Wohnen bisher nicht realisieren können.

Quelle: Wohnungsgenossenschaften: Potenziale und Perspektiven — Genossenschaftsverband e.V.

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