Projektentwicklung „Schöneberger Linse“

Wir haben uns um den Kauf eines Grundstücks im Modellstadtteil “Schöneberger Linse”, der in den kommenden Jahren zwischen den Bahnhöfen Schöneberg und Südkreuz entstehen wird, beworben.

Der vom Berliner Senat ausgelobte Wettbewerb, bei dem der Bewerber mit dem besten Konzept und nicht das Höchstgebot den Zuschlag erhalten soll, soll im vierten Quartal 2017 entschieden werden.

Das zum Verkauf stehende 1.180 m² große Grundstück ist Teil eines geplanten Stadtquartiers mit 900 Wohnungen an Berlins zweitgrößtem Bahnhof Südkreuz. Erstmals in Berlin sieht das Bebauungskonzept des Senats unterschiedliche Bauträger vor (Baugruppen, Genossenschaften, soziale Träger und städtische Wohnungsbaugesellschaften) um eine “stabile Quartiersentwicklung mit einer sozialen und funktionalen Mischung” zu gewährleisten.

Wir sind überzeugt davon, mit dem Konzept das wir auf Grundlage der Wohnpräferenzen der Anwärter*innen der urban coop berlin eg entwickeln werden, gute Chancen auf einen Zuschlag zu haben.

Organisation

Wir entwickeln das Wohnprojekt nach den Vorgaben der Wohnungsinteressent*innen, die sich auf der Anwartschaftsliste der urban coop berlin eg registrieren. Erhalten wir den Zuschlag für das angebotene Grundstück, können Anwärter*innen sich für eine Mitgliedschaft in einer eigens gegründeten Wohnungsbaugenossenschaft entscheiden. Diese wird selbstverwaltet und nicht-Gewinn-orientiert sein und das Gebäude für unbegrenzte Zeit selbst nutzen. Ein Weiterverkauf ist nicht vorgesehen.

Grundstück

Um Bodenspekulation langfristig zu verhindern und die Anfangsinvestitionen niedrig zu halten, wird die Wohnungsbaugenossenschaft das Grundstück im Erbbaurecht pachten. Die Stiftung trias hat sich als Käufer und Erbbaurechtsausgeber angeboten.

Architektonisches Konzept

Um eine lebendige Nachbarschaft zu befördern, fokussiert unser Konzept auf Einrichtungen für gemeinsame Nutzungen, neue gemeinschaftliche Wohnformen, sowie die Integration von Arbeits- und Wohnraum.

Das architektonische Konzept sieht eine offene, flexible, leicht umzubauende Struktur vor, die eine große Vielfalt von Wohnungsgrundrissen, von der Einzimmerwohnung bis zu Cluster-, Satelliten- und Atelierwohnungen erlaubt. Darüber hinaus sind eine gemeinsam genutzte Terrasse, Werkstatt, Arbeitsräume, Küchen und ein Garten geplant. Das gesamte Gebäude wird barrierefrei geplant.

Sozialer Beitrag

Zur besseren Integration in den Kiez, werden ein Teil der Wohnungen bevorzugt Nachbarn des Bauprojektes angeboten. 25% der Wohnungen sind für WBS-berechtigte Personen vorgesehen und werden komplett in das Bauprojekt integriert. Durch die Zusammenarbeit mit der Stiftung trias wird die Belegungsbindung an den Erbbaurechtsvertrag geknüpft und somit weit über die gesetzlich vorgeschriebene Dauer von 20 Jahren hinausgehen.

Mischnutzung

Das Grundstück bietet durch seine Lage beste Voraussetzungen für eine öffentliche Nutzung im Erdgeschoss, wir schlagen zum Beispiel einen Co-working-space, ein Restaurant, einen Quartierladen oder eine soziale / kulturelle Einrichtung vor.

Ökologie

Wir legen Wert auf eine ökologische Bauweise und natürliche Baustoffe. Das bedeutet, dass wir bei Herstellung und Nutzung auf niedrigen Ressourcenverbrauch achten, eine einfache Bauweise (bevorzugt mit standardisierten Holzbauelementen), sowie einfache Technik, die leicht zu reparieren ist, verwenden werden. Energie wird im Haus selbst erzeugt, angestrebt wird der Passivhausstandard. Eine Tiefgarage ist nicht vorgesehen, dafür sichere Fahrradabstellplätze in ausreichender Zahl. Die Stellplätze vor dem Haus werden für Car-Sharing Angebote genutzt werden.

Finanzierung

Unser Ziel ist die Herstellung erschwinglichen Wohnraums. Die Entwicklungsgenossenschaft urban coop berlin eg ist nicht gewinnorientiert. Zur Finanzierung von 80% der Investitionskosten ist geplant, einen Förderkredit aus dem KfW-Effizienzhausprogramm, Fördermittel aus dem Wohnungsneubaufonds der IBB und ein Baudarlehen der triodos Bank in Anspruch zu nehmen.

Voraussetzung dafür sind mindesten 20% Eigenkapital, dass von den Genossenschaftsmitgliedern aufgebracht wird. Dieses erhält man bei Auszug zurückerstattet. Bei einem Eigenkapitalanteil von 20% wird das Nutzungsentgelt für den Zeitraum der Darlehenstilgung voraussichtlich zwischen 6,50 € und 10,00 € netto kalt pro m² liegen. Danach kann es langfristig abgesenkt werden. Durch ein individuelles KfW-Darlehen ist der Erwerb von Genossenschaftsanteilen auch ohne Eigenkapital möglich.

Anwartschaft und Partizipation

Wenn Du mit uns planen und bauen möchtest, registriere Dich für einen Platz auf unserer Anwartschaftsliste. Per Fragebogen kannst du uns Deine Wohnpräferenzen mitteilen, die dann direkt in unsere Planung einfließen.

Interessiert?

Aktuelle Informationen zum Projektverlauf findest Du hier, mit anderen Anwärter*innen kannst Du Dich in unserer Facebook-Gruppe austauschen. Hier gibt es das Infosheet zum Download.

Sei dabei!

Werde Teil unserer Anwartschaftsgemeinschaft und plane das nächste Projekt mit.
Aktuell werden die Plätze 111 – 120 vergeben.