Projektentwicklung „Schöneberger Linse“

Das Wohnungsbauvorhaben in der „Schöneberger Linse“ ist das erste Projekt der urban coop berlin eg. Es befindet sich aktuell in der Entwicklung.

Der Genossenschaftsbau mit 43 Wohnungen und mehreren Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss entsteht auf einem Grundstück im geplanten Modellstadtteil “Schöneberger Linse”. Erstmals in Berlin sieht das Bebauungskonzept des Senats unterschiedliche Bauträger (Baugruppen, Genossenschaften, soziale Träger und städtische Wohnungsbaugesellschaften) vor, um eine “stabile Quartiersentwicklung mit einer sozialen und funktionalen Mischung” zu gewährleisten. Zur Vergabe der Grundstücke wurde ein Wettbewerb ausgelobt, bei dem neben dem Kaufpreis auch architektonische, Nutzungs- und Nachhaltigkeitskriterien bewertet wurden. Unser Konzept konnte sich im Vergabeverfahren durchsetzen und erhielt Ende 2017 den Zuschlag. Wir haben es auf Grundlage der Wohnpräferenzen der Anwärter*innen der urban coop berlin entwickelt.

Wohnungsreservierung

In diesem Projekt sind bereits alle Wohnungen reserviert. Wir führen keine Warteliste. Sollten wider Erwarten noch einmal Wohnungen frei werden, informieren wir alle Anwärter*innen und Newsletterabonnent*innen darüber per Mail.

Die Reservierungsbroschüre umfasst alle wichtigen Informationen zum Projekt. Die Höhe des Nutzungsentgeltes (Kaltmiete) liegt – gestaffelt nach Lage der einzelnen Wohnungen im Haus – zwischen 9,51 € und 14,35 € / m² Wohnfläche. Wenn Du Dich an einem der nächsten Projekte der urban coop berlin beteiligen möchtest, dann beantrage hier Deine Anwartschaft.

Organisation

Alle Anwärter*innen, die erfolgreich eine Wohnung in der „Schöneberger Linse“ reserviert haben, werden Mitglieder in einer eigens gegründeten Bauträgergenossenschaft. Diese wird von den künftigen Bewohner*innen verwaltet, arbeitet nicht gewinnorientiert und kann das Gebäude für unbegrenzte Zeit selbst nutzen. Ein Weiterverkauf ist nicht vorgesehen.

Architektonisches Konzept

Um eine lebendige Nachbarschaft zu fördern, setzt unser Konzept auf Einrichtungen für gemeinsame Nutzungen, neue gemeinschaftliche Wohnformen sowie die Integration von Arbeits- und Wohnraum. Neben herkömmlichen Wohnungsgrundrissen werden auch innovative Wohnformen wie Clusterwohnungen angeboten, die insbesondere auch für die junge und ältere Generation attraktiv sind. Clusterwohnungen bestehen aus kleinen Privatapartments mit eigenem Bad und ggf. eigener Kochnische. Zusätzlich teilen sich die Bewohner einen großzügigen gemeinsamen Wohnbereich.

Allen Bewohner*innen des Hauses stehen neben ihrer eigenen Wohnung eine Vielzahl von Gemeinschaftsräumen mit einer Gesamtfläche von 220 m² zur Verfügung. Hinzu kommen gemeinschaftlich genutzte Balkone und eine Dachterrasse (zusammen 310 m²) sowie ein 430 m² großer Garten. Die Grundrisse der Wohnungen sind frei gestaltbar und auch an der Planung des Gebäudes können sich die künftigen Bewohner*innen beteiligen. Das gesamte Gebäude wird barrierefrei geplant; und einzelne Wohnungen können bei Bedarf rollstuhlgerecht gebaut werden.

Sozialer Beitrag

Um die Miethöhen auch für zukünftige Generationen stabil zu halten und Bodenspekulation für alle Zeit auszuschliessen, wird die Wohnungsbaugenossenschaft das Grundstück im Erbbaurecht pachten. Die Stiftung trias hat sich im Verbund mit den Hannoverschen Kassen als Käufer und Erbbaurechtsgeber angeboten. Zudem sind knapp ein Drittel der Wohnungen Menschen vorbehalten, die durch den sozialen Trägerverbund ZiK gGmbH betreut werden und Schwierigkeiten haben, im Bezirk eine Wohnung zu finden. Diese Wohnungen sind komplett in das Bauprojekt integriert und bieten Kaltmieten von 6,50 € / m². Durch die Zusammenarbeit mit der Stiftung trias wird die Belegungsbindung an den Erbbaurechtsvertrag geknüpft und ist somit für 99 Jahre gesichert.

Mischnutzung

Das Grundstück bietet durch seine Lage beste Voraussetzungen für eine öffentliche Nutzung im Erdgeschoss. Wir können uns zum Beispiel einen Co-working-space, ein Restaurant, einen Quartierladen oder eine soziale / kulturelle Einrichtung sehr gut vorstellen. Mietinteressenten für Gewerberäume können sich per Absichtserklärung bewerben.

Ökologie

Wir legen großen Wert auf eine ökologische Bauweise und natürliche Baustoffe. Wir achten bei der Herstellung und Nutzung des Gebäudes auf niedrigen Ressourcenverbrauch, arbeiten mit standardisierten Holzbauelementen und verwenden einfache Technik, die leicht zu reparieren ist. Energie wird im Haus selbst erzeugt. Angestrebt wird der Passivhausstandard. Eine Tiefgarage ist nicht vorgesehen, dafür sichere Fahrradabstellplätze in ausreichender Zahl. Die Stellplätze vor dem Haus werden für Car-Sharing Angebote genutzt.

Finanzierung

Unser Ziel ist die Herstellung erschwinglichen Wohnraums. Die Entwicklungsgenossenschaft urban coop berlin eg ist nicht gewinnorientiert. Zur Finanzierung von 80% der Investitionskosten werden wir einen Förderkredit aus dem KfW-Effizienzhausprogramm, Fördermittel aus dem Wohnungsneubaufonds der IBB und ein Baudarlehen der Umweltbank in Anspruch zu nehmen. Voraussetzung dafür sind mindestens 20% Eigenkapital, welches von den Genossenschaftsmitgliedern aufgebracht und bei Auszug zurückerstattet wird. Nach aktuellem Planungsstand betragen die Beteiligungskosten 755 € / m² Wohnfläche. Durch ein individuelles KfW-Darlehen ist der Erwerb von Genossenschaftsanteilen auch mit weniger Eigenkapital möglich.

Links und Unterlagen

Broschüre Wohnungsreservierung
Reservierungsunterlagen für Anwärter*innen
Absichtserklärung Gewerberäume
Facebook-Gruppe für Anwärter*innen
Bisheriger Projektverlauf

Visualisierungen: DGA Architekten

Alle Informationen und Unterlagen entsprechen dem Planungsstand Februar 2018, ohne Haftung für Vollständigkeit oder Fehlinformationen.

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