Projektentwicklung „Schöneberger Linse“

Das 1.180 m² große Grundstück ist Teil des geplanten Modellstadtteils “Schöneberger Linse”mit 900 Wohnungen an Berlins zweitgrößtem Bahnhof Südkreuz. Erstmals in Berlin sieht das Bebauungskonzept des Senats unterschiedliche Bauträger vor (Baugruppen, Genossenschaften, soziale Träger und städtische Wohnungsbaugesellschaften) um eine “stabile Quartiersentwicklung mit einer sozialen und funktionalen Mischung” zu gewährleisten. Zur Vergabe der Grundstücke lobte der Berliner Senat einen Wettbewerb aus, bei dem neben dem Kaufpreis auch architektonische, Nutzungs- und Nachhaltigkeitskriterien bewertet wurden.

Unser Konzept, das wir auf Grundlage der Wohnpräferenzen der Anwärter*innen der urban coop berlin eg entwickelt haben, konnte sich im Vergabeverfahren durchsetzen und erhielt Ende 2017 den Zuschlag.

Wohnungsreservierung

Momentan sind alle Wohnungen reserviert, es werden ab Januar 2018 jedoch Plätze auf der Nachrückerliste vergeben. In dieser Reservierungsbroschüre finden sich alle Informationen zum Projekt.

Um die Beteiligungskosten und Nutzungsentgelte für die einzelnen Wohnungen einzusehen und eine Reservierung abzugeben, beantrage hier Deine Anwartschaft.

Organisation

Alle Anwärter*innen, die eine Wohnung reserviert haben, werden Mitglieder in einer eigens gegründeten Bauträgergenossenschaft. Diese wird selbstverwaltet und nicht-Gewinn-orientiert sein und das Gebäude für unbegrenzte Zeit selbst nutzen. Ein Weiterverkauf ist nicht vorgesehen.

Architektonisches Konzept

Um eine lebendige Nachbarschaft zu befördern, fokussiert unser Konzept auf Einrichtungen für gemeinsame Nutzungen, neue gemeinschaftliche Wohnformen, sowie die Integration von Arbeits- und Wohnraum.

Neben herkömmlichen Wohnungsgrundrissen werden auch innovative Wohnformen wie Clusterwohnungen angeboten, die insbesondere auch für die junge und ältere Generation attraktiv sind: Sie bestehen aus kleinen Privatapartments mit eigenem Bad und ggf. eigener Kochnische. Zusätzlich teilen sich die Bewohner einen gemeinsamen großzügigen Wohnbereich.

Die Höhe des Nutzungsentgeltes (Kaltmiete) liegt – gestaffelt nach Lage der einzelnen Wohnungen im Haus – zwischen 9,52 € und 14,29 € pro m² Wohnfläche.

Allen Bewohnern des Hauses stehen neben ihrer eigenen Wohnung eine Vielzahl von Gemeinschaftsräumen auf insgesamt 220 m² zur Verfügung, dazu 310 m² gemeinschaftlich genutzter Balkone, eine Dachterrasse und ein 430 m² großer Garten.

Die Grundrisse der Wohnungen sind frei gestaltbar und auch bei der Planung des Gebäudes kann noch mitgemacht werden. Das gesamte Gebäude wird barrierefrei geplant, die einzelnen Wohnungen bei Bedarf rollstuhlgerecht.

Sozialer Beitrag

Um die Miethöhen auch für zukünftige Generationen stabil zu halten und Bodenspekulation für alle Zeit auszuschliessen, wird die Wohnungsbaugenossenschaft das Grundstück im Erbbaurecht pachten. Die Stiftung trias im Verbund mit den Hannoverschen Kassen hat sich als Käufer und Erbbaurechtsausgeber angeboten.

Knapp ein Drittel der Wohnungen sind zudem Menschen, die durch den sozialen Trägerverbund ZiK gGmbH betreut werden und Schwierigkeiten haben, im Bezirk eine Wohnung zu finden, vorbehalten. Die Wohnungen sind komplett in das Bauprojekt integriert und bieten Kaltmieten von 6,50 € / m². Durch die Zusammenarbeit mit der Stiftung trias wird die Belegungsbindung an den Erbbaurechtsvertrag geknüpft und ist somit für 99 Jahre gesichert.

Mischnutzung

Das Grundstück bietet durch seine Lage beste Voraussetzungen für eine öffentliche Nutzung im Erdgeschoss, wir schlagen zum Beispiel einen Co-working-space, ein Restaurant, einen Quartierladen oder eine soziale / kulturelle Einrichtung vor. Mietinteressenten für Gewerberäume können sich per Absichtserklärung bewerben.

Ökologie

Wir legen Wert auf eine ökologische Bauweise und natürliche Baustoffe. Das bedeutet, dass wir bei Herstellung und Nutzung auf niedrigen Ressourcenverbrauch achten, eine einfache Bauweise mit standardisierten Holzbauelementen, sowie einfache Technik, die leicht zu reparieren ist, verwenden werden. Energie wird im Haus selbst erzeugt, angestrebt wird der Passivhausstandard. Eine Tiefgarage ist nicht vorgesehen, dafür sichere Fahrradabstellplätze in ausreichender Zahl. Die Stellplätze vor dem Haus werden für Car-Sharing Angebote genutzt werden.

Finanzierung

Unser Ziel ist die Herstellung erschwinglichen Wohnraums. Die Entwicklungsgenossenschaft urban coop berlin eg ist nicht gewinnorientiert. Zur Finanzierung von 80% der Investitionskosten ist geplant, einen Förderkredit aus dem KfW-Effizienzhausprogramm, Fördermittel aus dem Wohnungsneubaufonds der IBB und ein Baudarlehen der Umweltbank in Anspruch zu nehmen.

Voraussetzung dafür sind mindesten 20% Eigenkapital, dass von den Genossenschaftsmitgliedern aufgebracht wird und bei Auszug prinzipiell zurückerstattet wird. Nach aktuellem Planungsstand betragen die Beteiligungskosten 730 € / m² Wohnfläche. Durch ein individuelles KfW-Darlehen ist der Erwerb von Genossenschaftsanteilen auch mit weniger Eigenkapital möglich.

Links und Unterlagen

Bisheriger Projektverlauf

Broschüre Wohnungsreservierung

Reservierungsunterlagen für Anwärter*innen

Absichtserklärung Gewerberäume

Facebook-Gruppe für Anwärter*innen

Visualisierungen: DGA Architekten

Sei dabei!

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Aktuell werden die Plätze 241 – 250 vergeben.