Postfamiliäres Wohnen

20. Juni 2016 / /

Niklas Maak ergründet in seinem Buch „Wohnkomplex“, warum der Wohnungsmarkt am Bedarf vorbei produziert und plädiert für neue Wohnformen.

„Die dominierenden Wohnmodelle sind die, die sich am besten rentieren. Die Formen, die Bewohnern einer Stadt angeboten werden, haben immer weniger mit dem Leben zu tun, das in ihnen stattfindet. Die Kleinfamilie wird durch die Häuser, die gebaut werden, zum Normalfall erklärt, abweichende Lebensmodelle zu Minderheitenphänomenen oder unnormalen Vorstellungen.

Tatsächlich widersprechen alle demographischen Daten dem »Eine Wohneinheit – eine Familie« – Konzept. Der Anteil der kleinen Haushalte mit ein oder zwei Personen wird auf 81 % im Jahr 2030 ansteigen. In Berlin stellen Singlehaushalte mit 58% schon heute die Mehrheit.

Das Bild einer Gesellschaft, die sich aus isolierten drei- bis fünfköpfigen Kleinfamilienzellen zusammensetzt, ist eine soziologisch und bauhistorisch relativ junge Wohnform, die angesichts der ökologisch, ökonomisch und demografisch angespannten Situation an ein baldiges Ende zu kommen droht. Man kann das Wohnen auch jenseits aneinandergepappter Kleinfamilienzellen organisieren.“

Welche gemeinschaftlichen Wohnformen könntest Du Dir vorstellen? Finde Inspiration auf unserem Blog unter dem Stichwort Co-Housing und diskutiere mit anderen Interessenten auf unserer facebook-Seite.

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