Gemeinschaft entdecken

Am Freitag, den 08. Dezember 2017 veranstaltete die urban coop berlin einen Infoabend zu Fragen rund ums gemeinschaftliche Wohnen. Dem Anlass entsprechend fand die Veranstaltung in wohnlicher Atmosphäre des minimum Projekt im Aufbau Haus am Moritzplatz statt. Der Abend war gut besucht und die Teilnehmer äußerst gesprächig.

Das Thema “Wohnen in Gemeinschaft” gewinnt immer mehr an Popularität und bahnt sich langsam aber sicher einen Weg in die sogenannte Mitte der Gesellschaft. Doch wer selbst noch keine persönlichen Erfahrungen mit gemeinschaftsorientierten Wohnformen gemacht hat, kann sich den Alltag in derartigen Wohnprojekten nur schwer vorstellen. Und vielen ist nicht bewusst, was für eine große Vielfalt solch “alternativer” Wohnformen es tatsächlich gibt.

Die urban coop berlin organisierte deshalb eine Informationsveranstaltung unter dem Motto “Gemeinschaft entdecken”. Eingeladen waren nicht nur die knapp 250 Anwärter*innen, sondern Alle, die einmal über den Tellerrand der eigenen Wohnverhältnisse hinausschauen wollten.

Da bei der urban coop berlin Partizipation großgeschrieben wird, gab es statt Frontalvorträgen und Podiumsdiskussionen offene Gesprächsinseln, Infotische, Speeddating und selbst zu belegende Käsebrote. An den Gesprächsinseln berichteten Expert*innen den neugierigen Besucher*innen von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Leben in gemeinschaftlichen Wohnprojekten unterschiedlichster Art. So konnte man aus erster Hand erfahren, wie das Leben in einer generationsübergreifenden WG funktioniert, welche Vorzüge Clusterwohnungen bieten oder wie sich das Zusammenleben mit Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung gestaltet.

An den Infotischen konnten Besucher*innen sich darüber austauschen, wie sich eine Hausgemeinschaft organisiert, welche Rechte und Pflichten mit der Mitgliedschaft in einer Genossenschaft einhergehen, wie architektonische Planung Gemeinschaft und Privatsphäre ermöglicht und wie verschieden die Wohnvorstellungen innerhalb der Anwartschaftsgemeinschaft sind. Zudem war die Buchhandlung am Moritzplatz mit einer Auswahl themenspezifischer Literatur vertreten.

Beim Speeddating kamen vor allem die Anwärter*innen der urban coop berlin – d.h. potentielle künftige Nachbarn – ins Gespräch darüber, was Gemeinschaft für Sie bedeutet. Für manche von ihnen ist die Wohngemeinschaft zum Beispiel “eine erweiterte Familienbeziehung.” Für andere hingegen bedeutet Gemeinschaft ein zwangloses “Alles kann, nichts muss.”

Natürlich sind Gespräche kein Ersatz für eigene Erfahrungen und selbstverständlich kann man ein so großes und vielschichtiges Thema wie gemeinschaftliches Wohnen nicht an einem Abend ausdiskutieren. Die Informationsveranstaltung war jedoch ein wichtiger Schritt für die urban coop berlin, künftige Bewohner ihrer Wohnungsbauprojekte an die Themen des gemeinsamen Planens, Bauens und Wohnens heranzuführen.

Videostills: STARKAD

 

 

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